
Phoenix in November hat 30 Grad im Schatten. Das ist das Winterklima, wohlgemerkt. Im Sommer ist es häufig über 50 Grad. Kein Mensch geht zu Fuß. Nicht einmal Hunde werden spazieren geführt – sie würden sich am heißen Asphalt die Pfoten verbrennen. Arizona liegt in der Sonorawüste, das merkt man nicht nur an der Vegetation, die riesigen Saguarokakteen gedeihen nur hier, sondern auch daran dass es kein Fahrzeug und auch kaum eine Privatbehausung ohne Klimaanlage gibt.
Die Bewohner haben sich damit abgefunden, und das Leben findet im Sommer fast nur noch im Haus, beim Pool, oder in den – natürlich ebenfalls klimatisierten – Shoppingzentren statt. Dabei ist Arizona ein sehr spannender Bundesstaat, da die Nähe zu Mexiko und die sehr deutliche Gegenwart der indianischen Ureinwohner eine reizvolle kulturelle Mischung abgibt. Navajos sind leider hauptsächlich zur Touristenattraktion geworden, aber immerhin sind sie noch da, auch wenn man sie hauptsächlich beim Verkauf von wunderschönem Silberschmuck mit Türkisen sieht. Ein absolutes Muss beim Besuch in Phoenix ist das Heard-Museum, das in einem Gebäude im spanischen Missionsstil untergebracht ist und umfangreiche Sammlungen indianischer Kunst und Geschichte beherbergt.
Obwohl Phoenix eine typische amerikanische Großstadt ähnelt, hat es also durchaus sehenswertes und unerwartetes: Kolibris trinken aus dem Wasserspender in Garten, und einige Meilen außerhalb der Stadt stehen 'alte' spanische Siedlungen. Wen man Glück hat, schaut sogar ein Koyote vorbei!